Kirchenaustritte wegen Flüchtlingen

Württembergischer Bischof : Wir werden von unserer Linie nicht abgehen

Stuttgart/Karlsruhe (epd/raha). Die Protest- und Hasswelle im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema macht auch vor den Kirchen nicht Halt: Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat nach Angaben ihres Bischofs Frank Otfried July aufgrund ihrer flüchtlingsfreundlichen Haltung schon Mitglieder verloren. Es gebe Menschen, die nach eigenem Bekunden nicht Mitglied in einer „Flüchtlingskirche“ sein wollten und deshalb austräten, sagte July am Rande der Frühjahrssynode. Auf den Kurs der Kirche habe das aber keinen Einfluss. „Wir werden von unserer Linie nicht abgehen“, betonte der Bischof. Auch die badische Landeskirche in Karlsruhe hat entsprechende Erfahrungen gemacht, bestätigte Doris Banzhaf vom Zentrum für Kommunikation. „Es haben sich auch bei uns Mitglieder gemeldet und mit Austritt gedroht“, sagte sie. Die überwiegende Mehrheit der Kirchenmitglieder fühle sich jedoch dem christlichen Grundgedanken der Nächstenliebe verpflichtet, sagte Banzhaf und verwies als Beispiel auf eine gemeinsame Aktion der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Walldorf. Als sichtbares Zeichen gegen Fremdenhass und Fremdenfeindlichkeit und für Integration haben diese vor ihren Kirchen jeweils zwei Fahnen – eine von evangelischer, eine von katholischer Seite – gehisst, die eine eindeutige Botschaft vermitteln sollen: Alle Menschen seien vor Gott gleichwertig und niemand dürfe aufgrund seiner Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder seines Geschlechts ausgegrenzt werden.
Angesichts der Krise in Europa warb Bischof July auf der Synode dafür, die kirchlichen Vernetzungen besser zu nutzen. Er äußerte die Idee, eine europäische Synode einzuberufen.

Alternativer Ansatz der Alternative für Deutschland

Wir in der AfD wollen den Flüchtlingen vor Ort helfen, in oder nahe ihren Heimatländern. Denn die meisten Leute wollen so bald es geht wieder in ihre Heimat zurück, um diese wiederaufzubauen, und das muss unterstützt werden. Bis in den Spätsommer 2015 hinein wurden die Flüchtlinge in den Lägern in und um Syrien von der Welthungerhilfe gut versorgt. Dann wurde der monatliche Betrag, den die Flüchtlinge dort bekommen, um die Hälfte gekürzt. Dann war so wenig übrig, dass man damit nicht mehr über die Runden kam, und erst dadurch wurde die große Flüchtlingswelle in Gang gesetzt.

Die AfD fordert, dass die Hilfe, die die Flüchtlinge in oder nahe ihrer Heimat bekommen, wieder aufgestockt wird, auch mit deutschem Geld. Denn dort können mit demselben Geld mehr als fünfzig mal so viele Flüchtlinge versorgt werden als hier in Deutschland.

Ist es wirklich Nächstenliebe, wenn man sich um die, die stark genug sind, sich nach Deutschland durchzuschlagen ganz extensiv kümmert, dabei aber die, die vor Ort bleiben müssen, weil sie nicht stark oder nicht wohlhabend genug sind, sich selbst überlässt?

Dass die eigene Kirche die Christen in der AfD wegen dieses alternativen Ansatzes gleich als Hetzer und Rassisten verunglimpft, ist schwer zu ertragen. Deswegen der folgende Appell:

Liebe Christen,
auch wenn es unsere evangelischen und katholischen Kirchen einigen von uns zur Zeit sehr schwer machen:
Bleiben Sie drin!
Ihre Kirche wird Sie noch brauchen.