Schul- und Bildungspolitik

Hier sehen Sie einen Auszug unseres Wahlprogramms zum Thema Sicherheitspolitik.

Für ein differenziertes, leistungsorientiertes Bildungssystem

Bildung ist mehr als Ausbildung. Sie ist zweckfreie Menschenbildung. Wir brauchen eine Bildungspolitik, die sich wieder mehr auf dieses Ideal der deutschen Geistesgeschichte besinnt. Bildung umfasst den Gebrauch der Muttersprache, fundiertes historisches Wissen, handwerkliche Fähigkeiten und Verständnis der Künste, um politische und moralische Entscheidungen fällen zu können. Der wahrhaft Gebildete handelt selbstbeherrscht und kann sich in andere Menschen und Kulturen hineinversetzen. Eine Reduktion von Bildung auf den Modebegriff „Kompetenz“ lehnt die AfD ab.

Baden-Württembergs wichtigstes Gut ist unser kulturelles, wissenschaftliches und technisches Wissen. Es kommenden Generationen verfügbar zu machen, ist nicht zuletzt auch ein Gebot ökonomischer Vernunft. Das Fundament für Bildung als individuelle Entfaltung der Persönlichkeit und Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft wird durch die Erziehung in der Familie gelegt. Zu einer wirklichkeitsgerechten Bildungspolitik gehört daher auch die Stärkung dieser natürlichen Funktion der Familie, auch und gerade dort, wo sie schwach ausgeprägt ist.

Die AfD beobachtet mit Sorge eine Erosion des Leistungsprinzips, die zum Verlust der Ausbildungs- und Studierfähigkeit junger Menschen führt. Durch die Bildungsreformen der letzten Jahre ist es zu einer Unsicherheit über die Ziele der Schulbildung bei Eltern, Lehrern und Schülerschaft gekommen.

Um Bildung zukunftsfähig zu gestalten, ist es unumgänglich, den anhaltenden Verfall unseres Bildungssystems zu stoppen.

Die AfD fordert:

  • ein leistungsorientiertes und differenziertes Schulsystem mit klaren Profilen und mit klaren Lernzielen
  • Beendigung des Experimentes „Neue Lernkultur“
  • Wissensvermittlung und Leistungsorientierung ohne Gesinnungsindoktrination
  • klassengeführten Unterricht • eine ideologiefreie Pädagogik
  • die Wiederherstellung der akademischen Freiheit an den Universitäten, die diese durch die Bologna-Reform eingebüßt haben.

Bildung als zweckfreie Menschenbildung verstehen

Wir fordern eine Bildungspolitik, die sich am Bildungsideal der deutschen Geistesgeschichte orientiert. Eine Reduktion von Bildung auf den Modebegriff „Kompetenz“ mit der Zielsetzung einer rein wirtschaftlichen Verwertbarkeit („Employability“) lehnen wir ab.

Frühkindliche Pädagogik als Gewährleistung einer altersgerechten verlässlichen Umgebung auf emotionaler Vertrauensbasis

Wir fordern die Wahlfreiheit für Eltern, die ihr Kind zu Hause erziehen möchten, gleichzeitig aber auch die Aufwertung des pädagogischen Fachpersonals im frühpädagogischen Bereich und einen niedrigen Betreuungsschlüssel.

Kindergärten sind Orte des spielerischen Lernens. Kinder lernen in einer funktionierenden Beziehungswelt. Nur wenn sie sich emotional gesichert fühlen, können sie sich unbeschwert entfalten und mit allen Sinnen ihre Umwelt erschließen. Eine Überfrachtung mit künstlichen frühkindlichen Lernprogrammen lehnen wir ab.